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Sternenbild

Seit der Antike werden einzelne Sterne am Himmel in Gruppen von etwa 10 bis 30 zusammengefasst und als visuelle Einheit betrachtet, der eine mythologische Figur zugeordnet wird. Eine solche Gruppe wird „Sternbild“ genannt.

Sternbilder waren in fast allen Kulturen ein Mittel zur Orientierung am Himmel und daher auch für die Seefahrt von Bedeutung. Während früher die genaue Form der Sternbilder teilweise der persönlichen Interpretation überlassen war, sind sie heute in ihrem Umfang klar definiert und dienen der örtlichen Zuordnung und Kartierung des Himmels. Die Internationale Astronomische Union hat die Sternbildgrenzen nach Himmelskoordinaten festgelegt und verwendet sie u. a. zur genäherten Ortsangabe veränderlicher Himmelsobjekte wie Metere oder Novae. Ähnliche, aber nicht präzise definierte Anordnungen von Sternen (Sternkonstellationen) werden hingegen als Asterismus bezeichnet. Dieser Begriff umfasst auch die historischen Sternbilder der westlichen Astronomiegeschichte und die Konstellationen anderer Kulturen.

Sternbilder lassen sich in fast allen Kulturen feststellen und mit Sicherheit bis in die frühen Hochkulturen zurückverfolgen. Die heutigen Sternbilder gehen von den zwölf babylonischen sowie altägyptischen Tierkreiszeichen aus und wurden im antiken Griechenland auf 48 erweitert. Zwischen 1600 und 1800 wurden weitere eingeführt. Seit 1922 werden 88 von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) offiziell anerkannte Sternbilder verwendet, deren Grenzlinien 1930 von Eugène Delporte definiert wurden.

Die Astrognosie ist das Fachgebiet der Astronomie, das sich mit den Sternbildern befasst. Die Namen der Sternbilder sind insbesondere für die systematische Benennung von Sternen mit griechischem Buchstaben und Sternbild von Bedeutung.

Maik Merten
email: nackig-maik@hotmail.de
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